Fabio Blazevic – Schüler, Jubla Leiter, Jungpolitiker

Was bedeutet Alter?
Alter ist eine Zahl, ein Moment in der Zeit – eine Identität, eine gesellschaftliche Norm und ein Abschnitt im Leben.
Heute beginnt ein neuer Abschnitt für mich: Ich werde 18 Jahre alt. Ein Tag, auf den ich mich lange gefreut habe – denn mit diesem Tag beginnt für mich ein neues Kapitel: Ich kandidiere für den Gemeinderat von Würenlos.
Mein politischer Weg – früh begonnen, stetig gewachsen
Schon im Kindergarten sagten mir meine Eltern: „Du redest zu viel.“ Tatsächlich war ich schon früh neugierig, wissbegierig und voller Fragen: Wer regiert die Welt? Warum ist die Schweiz neutral? Warum gibt es Armut? Mit Freude schaute ich mit meinen Eltern „10 vor 10“ und die „Tagesschau“. Politik faszinierte mich – nicht als Schlagzeile, sondern als Verantwortung.
Mit 12 Jahren fragte ich mich, welchen Beruf ich später ergreifen soll. Meine Mutter zeigte mir einen scherzhaften Artikel in der Aargauer Zeitung mit dem Titel: „Lehre als Nationalrät:in EFZ“
Natürlich war das nicht ernst gemeint – doch der Text erwähnte Jungparteien als politische Einstiegsmöglichkeiten. Noch am selben Tag trat ich der Juso bei.
Mit 16 wechselte ich – nach persönlichen Differenzen – zur SP Wettingen und engagierte mich dort aktiv. Auch die Lokalpolitik wurde greifbar: Bei meiner ersten Gemeindeversammlung merkte ich schnell – junge Menschen sind hier kaum vertreten. Das wollte ich ändern.
Jugend braucht Raum: Deshalb habe ich gehandelt
2023 gründete ich das Jugendparlament Würenlos – ein Gefäss, in dem sich heute rund 30 Jugendliche für eine nachhaltige, gerechte und zukunftsorientierte Gemeinde engagieren. Ich bin Gründer und bis heute Präsident.
Auch ausserhalb der Parteiarbeit kämpfe ich für mehr Fairness: Im Januar 2025 startete ich eine Petition an der Kantonsschule Wettingen. Es ging darum, dass viele Schüler:innen zu Mittag auf dem Boden sitzen mussten, während reservierte Plätze leer blieben – weil sie nur unter Konsumzwang nutzbar waren. Die Petition löste grosse mediale Aufmerksamkeit aus – und bewirkte eine Veränderung im Reglement zu Gunsten von Schülerinnen und Schüler. Aber genau das hat mir gezeigt: Wer sich einmischt, kann etwas bewegen.
Jetzt will ich den nächsten Schritt gehen: Als Gemeinderat für Würenlos. In der Gemeinde, in der ich seit 15 Jahren lebe, in der ich mich in Vereinen wie der Jungwacht-Blauring, dem Fischerverein und dem Jugendparlament engagiere, will ich mitgestalten. Ich bringe neue Perspektiven, echte Anliegen und den Mut zur Veränderung mit.
